Du hast ein Freebie erstellt. Ein paar Willkommensmails geschrieben. Dazu vielleicht sogar schon ein Mini-Produkt entwickelt. Und die Technik im E-Mail Marketing Tool ist gemeistert. Sodass deine (kleine) Funnel-Automation tatsächlich online ist. Aber seitdem hat sich noch (fast) niemand angemeldet und mittlerweile denkst du: „Mein Funnel funktioniert nicht!“
Das höre ich so oft. Meistens im Zusammenhang mit der Annahme, dass E-Mail Marketing / Funnel für sie wohl nicht funktioniert. Aber bisher war es immer so, dass einfach mal planlos irgendeine der vielen Freebie Ideen umgesetzt und dann selbst irgendwie ein Funnel zusammengebastelt wurde. Das Ganze wurde dann zur Veröffentlichung ein paar Mal z.B. auf Social Media und/oder im Blog o.ä. erwähnt und dann darauf gehofft, dass sich die Wunschkund:innen ab sofort in Strömen anmelden (und natürlich auch alle gleich etwas buchen).
Schön wär’s, wenn es so funktionieren würde. Aber ganz so easypeasy läuft das mit einem Freebie Funnel leider nicht. Das Ganze darf schon etwas durchdachter sein und strategisch abgestimmt aufgesetzt werden. Denn sonst hapert es meist bereits daran, dass die jeweilige Zielgruppe 1. gar nicht weiß, dass das 0€ Produkt existiert und dass sie 2. nicht versteht, dass das Angebot für sie ist / was sie davon hat und 3. dass selbst wenn es zufälligerweise doch zur Anmeldung kommen sollte, der gesamte Prozess und die Kommunikation nicht logisch auf das eigentliche Haupt-Angebot ausgerichtet sind, sodass Käufe ausbleiben.
Deswegen achte ich in der Zusammenarbeit mit meinen Kund:innen insbesondere auf die folgenden 5 Dinge, wenn ich ihre Lead Magnets und Funnel analysiere, damit wir sie gemeinsam für bestmögliche Ergebnisse optimieren können.
Selbstdiagnose „Funnel funktioniert nicht“ – Auf diese 5 Dinge achte ich bei einer Funnel Analyse besonders
Um herauszufinden, wo es hakt und welche Stellschrauben sich drehen lassen, um im Endeffekt die Kund:innen-Gewinnung durch den Freebie Funnel planbarer und entspannter zu machen. Gilt es erstmal, wie eine Detektivin zu durchleuchten, was bereits da ist, was schon funktioniert und bleiben kann und wie die anderen Funnel Bestandteile optimiert werden dürfen. Sodass sich die Zahl der Funnel Leads, d.h. der neuen Kontakte, sowie im weiteren Verlauf auch die Anzahl der Erstgespräch-Buchungen oder der Mini-Produkt-Verkäufe o.ä. deutlich steigern lässt.
Check 1: Freebie & Lead Magnet Landingpage
Wenn es heißt „Mein Funnel funktioniert nicht!“, ist das Problem ganz oft, dass der Freebie Titel und vor allem auch die Formulierungen auf der Lead Magnet Landingpage viel zu unklar und generisch sind und dadurch niemanden ansprechen. Weil selbst die Zielgruppe nicht erkennen kann, dass das hier für sie ist und was sie davon hat.
Deswegen stelle ich dazu auf jeden Fall diese Fragen:
1. Ist die Zielgruppe klar?
NICHT: Alle Frauen mit Online Business / Frauen Ü40 / Alle Menschen, die gestresst sind
SONDERN: Online-Expert:innen, die über Instagram Kund:innen gewinnen wollen, aber sich unwohl dabei fühlen, sich zu zeigen ODER Mamas von Kleinkindern, die durch Doppelbelastung von Job und Care Arbeit gestresst sind, aber ihren Frust nicht an ihrem Kind auslassen wollen
💡 Am letzten Beispiel sieht man übrigens super, wie relevant diese Konkretisierung ist. Denn ersetze mal „Frust nicht an ihrem Kind auslassen wollen“ durch „Frust nicht an ihrem Partner auslassen wollen“ und es wird sofort klar, dass es sich um völlig andere Angebote / Lösungen handelt.
2. Gibt es ein konkretes Ergebnisversprechen?
NICHT: „Mehr Leichtigkeit“ / „In deine Kraft kommen“ / „Aufs nächste Level“ / „Alles über Canva“ / …
SONDERN: „Mit diesen 5 überall machbaren Übungen entspannt sich dein Nacken sofort“ ODER „So erstellst du in 10 Minuten dein erstes Reel einfach mit Canva“
Frag dich also: Welches Ergebnis kann mein:e ideale:r Kund:in mit diesem 0€ Produkt erreichen?
Dieses Ergebnisversprechen muss sofort klar werden, wenn du dein Freebie in deinem Content erwähnst / wenn jemand die Anmeldeseite besucht. Und sei dabei so konkret wie möglich!
Beispiel:
❌ „Gesunde Ernährung leicht gemacht“
✅ „7 Abendessen unter 20 Minuten, die satt machen – ohne Kalorienzählen“
3. Ermöglicht das Freebie eine schnelle Lösung?
Es braucht Praktikabilität und einen Quick-Win!
Wenn du z.B. Mama Coach bist und deine Interessentinnen, die sowieso kaum Zeit haben, ein 20-seitiges Workbook durcharbeiten sollen, verschwindet dein Freebie einfach nur unangetastet im Download-Ordner und hinterlässt im blödesten Fall noch Frust bei deinen neuen Kontakten.
Es ist also nicht nur wichtig, dass dein Freebie theoretisch eine tolle Transformation für deine Zielgruppe bietet. Sondern auch das Format muss passen. Und die versprochene Problem-Lösung sollte normalerweise etwas sein, das deiner Zielgruppe bewusst ist. Damit deine Wunschkund:innen, wenn sie auf deine Landingpage kommen, schon direkt im Above the fold Bereich (also im obersten Abschnitt, den man sofort sieht ohne zu scrollen) erkennen, was es hier gibt, dass das genau richtig für sie ist und was sie davon haben, sich anzumelden.
Check 2: Funnel Strategie
Du kannst das tollste Freebie und eine Landingpage mit grandiosem Copywriting haben. Und selbst wenn dir das in Kombination vielleicht massenhaft Anmeldungen bringt. Hast du davon gar nichts, wenn dein Funnel-Einstieg nicht strategisch auf dein eigentliches Angebot abgestimmt ist. Denn dann hast du zwar ggf. viele Kontakte in deinem Funnel / auf deiner E-Mail-Liste. Die aber nie bei dir buchen werden.
„Ok und was bedeutet ’strategisch abgestimmt‘?“ fragst du dich jetzt wahrscheinlich. D.h. dass dein Freebie die optimale Vorstufe für das Angebot sein muss, das über den Funnel gekauft werden soll.
Also NICHT: Freebie zu Thema A – Angebot zu Thema Z – und dazwischen ein paar E-Mails auf Basis einer generischen Willkommenssequenz-Vorlage.
SONDERN: Freebie mit Mini-Lösung und Aha-Erkenntnis, um die Zielgruppe am Ausgangspunkt abzuholen und ihnen den nächsten Schritt zu erleichtern / zu ermöglichen, sodass sie danach bereit sind für das eigentliche Angebot (+ ggf. Mini-Produkt, das genau die Lücke dazwischen füllt) + Funnel-Mails, die für Verbindung und Vertrauensaufbau sorgen und deiner Zielgruppe die Sicherheit geben, die sie früher oder später zur Buchung brauchen.
Check 3: Kommunikation & Verkaufspsychologie im Funnel
Neben den vorgenannten Punkten rund um Freebie Titel und Ergebnisversprechen sowie den Formulierungen auf der Lead Magnet Landingpage, geht’s im nächsten Schritt vor allem um die Willkommensserie, also die ersten, automatischen Funnel-Mails nach der Anmeldung. Hier stellt sich die Frage: Schafft die Welcome Sequence es, neue Kontakte gut abzuholen und zur Nutzung des Freebies sowie zur weiteren Interaktion zu animieren?
Darauf aufbauend ist es wichtig, dass die Willkommensmails sowie die ggf. daran anschließende Verkaufssequenz die jeweilige Zielgruppe genau zu ihren Bedürfnissen/ Problemen/ Wünschen anspricht, eine sympathische Verbindung und Vertrauen schafft und Perspektiv-Wechsel ermöglicht. Das sorgt in Kombination dafür, dass du dich bei deinen potenziellen Kund:innen als Expertin für dein Thema positionierst und von ihnen als die Person gesehen wirst, die sie versteht und bei der sie so im Endeffekt denken: Wenn ich mit ihr zusammenarbeite, hilft sie mir dabei, mein Problem zu lösen.
Check 4: Technik
Natürlich muss auch die Technik reibungslos laufen. Dazu gehört mindestens:
- dass du in deinem E-Mail Marketing Tool alles für den Anmeldeprozess mit Double Opt-in korrekt eingerichtet hast
- inklusive Absender-Mail-Adresse mit eigener Domain und dass du diese Domain authentifiziert hast (Stichworte: DKIM/DMARC)
- dass das Anmeldeformular richtig auf der Landingpage eingebunden ist
- dass die Folgeseiten (also die Mini-Landingpages, meist genannt „Fast fertig Seite“ und „Danke Seite“) richtig mit dem Anmeldeprozess verbunden wurden
- dass die Automation korrekt erstellt und aktiviert wurde
- und dass der Freebie Download über die Zustellungsmail funktioniert.
Spoiler Alarm: Auch wenn viele mit der Technik hadern. Die technischen Aspekte sind selten das Problem. 😜 Aber bitte unbedingt testen!
Check 5: Funnel Traffic
Selbst wenn alles andere passt, funktionieren Funnel häufig nicht, weil einfach viel zu wenig Leads reinkommen. Es gilt also zu klären, wie Leute auf das 0€ Angebot aufmerksam werden (sollen).
Organisches Content Marketing ist dabei ein guter Weg. Das bedeutet, dass du z.B. in deinen Beiträgen auf Social Media und/oder idealerweise mindestens auf einem long-form Content-Kanal wie beispielsweise Blog, Podcast oder YouTube regelmäßig auf dein Freebie verweist/verlinkst.
Das kostet allerdings viel Zeit und stößt früher oder später an seine Grenzen. Deswegen kann ich nur empfehlen: Nutze unbedingt auch Kooperationen (z.B. Gast-Blogartikel, Freebie Swaps in Newslettern, etc.) und trau dich auch auf den Reichweite-Boost Ads (also Werbeanzeigen bei Facebook & Instagram) zu setzen und steigere so deine Funnel Anmeldungen und potenziellen Umsätze um ein Vielfaches!
Dann läuft’s auch mit dem Listen-Aufbau und der Kund:innen-Gewinnung über E-Mail/Funnel. 🥳
Mach den Funnel-Quick-Check
So erkennst du in wenigen Sekunden, ob dein Freebie Funnel (auch 2026/2027) Potenzial für richtig gute Ergebnisse hat:
Beantworte die folgenden Fragen mit Ja oder Nein:
- Wird gleich oben auf deiner Lead Magnet Landingpage klar, für wen genau dieses 0€ Angebot ist?
- Ist das Ergebnisversprechen deines Lead Magnets konkret genug und ist es etwas, das deine Zielgruppe wirklich haben will?
- Ist dein Freebie leicht konsumierbar und das Ziel schnell erreichbar?
- Führen dein Freebie und die weiteren Funnel Bestandteile logisch zum eigentlichen Angebot?
- Wenn du dein Freebie in deinem Content erwähnst und zur Anmeldeseite verlinkst, kannst du dich mehr oder weniger direkt über ein paar neue Eintragungen freuen?
Du hast 4-5x JA? –> Dein Funnel scheint schon richtig stabil aufgebaut und strategisch-smart in deine Marketing- und Verkaufsprozesse eingebunden zu sein. An diesem Punkt hängt es meistens an feinen Details und vor allem am fehlenden / zu geringen Traffic. Denn je mehr Menschen auf dein (0€) Angebot aufmerksam werden, desto mehr melden sich für dein Freebie an und desto mehr werden zu Kund:innen. Nutze dafür deine Content Marketing Plattformen wie Blog, Podcast, YouTube und/oder Social Media. Außerdem empfehle ich dir Kooperationen wie z.B. Freebie Swaps. Und für noch bessere Ergebnisse wärst du an dieser Stelle auch bereit, den Funnel Boost zu zünden, d.h. Ads also Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram zu schalten.
Dein Ergebnis ist 2-3x NEIN? –> Optimiere unbedingt dein Freebie (und ggf. die Landingpage), insbesondere den Titel / das Ergebnisversprechen, bevor du irgendetwas anderes machst.
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten, die du prüfen solltest, wenn du gerade das Gefühl hast, dein Funnel funktioniert nicht, lies für mehr Details gerne hier weiter: Die 33 häufigsten Funnel-Fehler und wie du sie vermeidest
Und wenn du nicht länger alleine rumprobieren willst – ich bin da und helfe dir gerne dabei, deinen Funnel vom „netten“ Freebie zum Sprungbrett für konstante monatliche Umsätze zu machen. Hier geht’s zum Funnel Upgrade.



